Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der modernen Hirnforschung!
Highlights:
• Hirnorganoide in der Grundlagenforschung
• Aufmerksamkeitsstörungen bei Jugendlichen
• Zebrafische als Modelle im Kampf gegen Hirntumore
• Austausch und Diskussionen mit Fachpersonen
• Infostände zu alternativen Methoden und aktuellen Forschungsprojekten in den Neurowissenschaften
Für alle, die mehr über die Wissenschaft der Zukunft erfahren und direkte Einblicke in die moderne Hirnforschung bekommen wollen!
Eintritt frei.
• Datum: 21. Juni 2025
• Ort: Hauptgebäude ETH Zürich, Vorlesungssaal E7
• Türöffnung um 10:45 Uhr
• Vorträge ab 11:00 Uhr
• Podiumsdiskussion ab 12:15 Uhr moderiert von Isabel Klusman (UZH)
• Ab 13:00 Uhr: Apéro und Infostände
Link zur Anmeldung: https://forms.office.com/e/UsgfVcHJDE
Für den Event gelten folgende Regelungen:
• Anmeldung ist kostenlos aber obligatorisch.
• Taschen dürfen maximal die Größe von A4 haben, und Mäntel sowie große Jacken sind nicht erlaubt. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und Ihre Kooperation.
Details zu den Referent:innen:
Prof. Dr. Barbara Treutlein ist Professorin an der ETH Zürich, wo sie erforscht, wie sich menschliche Organe entwickeln. Sie hat an Universitäten in Tübingen, Mainz und Kalifornien (UC Berkeley) studiert und promovierte später an der LMU München im Bereich Biophysik. Nach ihrer Promotion forschte sie an der Stanford University in den USA. Dort war sie eine der Ersten, die moderne Einzelzellmethoden einsetzten, um besser zu verstehen, wie sich Zellen in Organen wie der Lunge entwickeln und wie man Zellen gezielt „umprogrammieren“ kann – etwa um aus einer Hautzelle eine andere Zellart zu machen. Zurück in Deutschland leitete sie eine eigene Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut in Leipzig und war Assistenzprofessorin an der TU München. Seit 2019 leitet sie an der ETH Zürich eine Forschungsgruppe, die modernste Zell- und Genomtechnologien nutzt, um Prozesse der menschlichen Organentwicklung im Labor nachzubilden und zu untersuchen. Für ihre innovative Forschung wurde Barbara Treutlein mit mehreren renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter der Friedmund-Neumann-Preis der Schering-Stiftung und der Dr. Susan Lim Award der Internationalen Gesellschaft für Stammzellforschung.
Prof. Dr. Steffi Lehmann leitet die Fachgruppe für Pharmazeutische Technologie und Pharmakologie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Ihr Team entwickelt biologische Modelle, um neue Wirkstoffe hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und ihres Wirkmechanismus gezielt zu untersuchen – insbesondere mithilfe moderner bildgebender Verfahren sowie der konfokalen Fluoreszenz- und der Multiphotonenmikroskopie. Zum Einsatz kommen dabei verschiedene Zellkultursysteme, unter anderem sogenannte Tumororganoide. Diese im Labor gezüchteten Mini-Tumore bestehen aus Krebszellen und weiteren Gewebezellen wie Immunzellen und werden in eine gelartige Matrix eingebettet. Sie ermöglichen es, Tumorerkrankungen und potenzielle Behandlungsansätze unter realitätsnahen Bedingungen zu erforschen. Darüber hinaus nutzt die Forschungsgruppe Zebrafischlarven als sogenannte „Krebs-Avatare“. Menschliche Tumorzellen werden dabei in die Larven transplantiert, um zu analysieren, welche Therapieformen bei bestimmten Krebsarten besonders wirksam sein könnten. In weiteren, unabhängigen Projekten entwickelt das Team innovative Wirkstofftransportsysteme (Drug Delivery Systems), mit welchen Arzneistoffe gezielt zu bestimmten Zellen im Körper transportiert werden. Ziel davon ist es, die therapeutische Wirkung am Wirkort zu maximieren und gleichzeitig Nebenwirkungen zu minimieren.
Prof. Dr. Edna Grünblatt leitet den Forschungsbereich Translationale Molekularpsychiatrie in der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK). Darüber hinaus ist sie Vorsitzende des ECNP iPSC platformfor Neuropsychiatry Network. Ihr Hauptforschungsgebiet sind psychische Neuroentwicklungsstörungen, insbesondere Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHD), Autismus-Spektrum-Störung (ASD), Psychosen (einschließlich Schizophrenie) und früh einsetzende Zwangsstörungen (OCD). Ihre Gruppe führt derzeit Untersuchungen über den möglichen molekularen und zellulären Zusammenhang zwischen ADHS und Alzheimer-Krankheit im Laufe des Lebens durch. Ihre Gruppe forscht sowohl auf dem Gebiet der präklinischen als auch der grundlegenden molekularen neurowissenschaftlichen Forschung und nutzt beide Ansätze in der translationalen Forschung. Die verwendeten Methoden umfassen Molekulargenetik, Epigenetik, Neuropsychopharmakologie, neuronale Zellmodelle und biochemische Analysen. Ihre Studie zielt darauf ab, die den Störungen zugrunde liegenden Ursachen und Mechanismen zu klären, indem Biomarker identifiziert werden, die für eine frühzeitige Diagnose und personalisierte Medikation genutzt werden können. Außerdem wollen sie vorhersagen, wie die Patienten auf die Behandlung ansprechen und welche Folgen die Behandlung haben wird. Derzeit hat sie ein patientenspezifisches neuronales iPSC-Modell (induzierte pluripotente Stammzellen) entwickelt, um eine personalisierte Medizin zu ermöglichen, indem sie die neuronalen/molekularen Veränderungen in einer „ex vivo“-Petrischale untersucht. Dieses Modell bietet einen nicht-invasiven Ansatz zur Untersuchung der Ätiopathologie neurologischer Entwicklungsstörungen sowie zur Erprobung von Arzneimitteltherapie und zur Entwicklung neuer Therapieansätze.
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Neuroforschung im Wandel: Tiermodelle und ihre Alternativen
June 21, 2025
11:00 am - 1:00 pm

